Tagebucheintrag - Mk. 9

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Liebes Tagebuch,

heute habe ich das Außergewöhnlichste erlebt!

Er heilte einen Jungen und sprach mit Geistern! Und ich...

 

Oh, ich bin zu schnell. Ich fange mal ganz von vorne an.

Also, ich war, wie jeden Tag, morgens auf dem Weg zur Arbeit. Ich arbeite am anderen Ende der Stadt. Und als ich etwa im Zentrum war, sah ich diese 12 Männer mit den Pharisäern reden. Das sind die, die letztens auch mit diesem Mann zusammen gegangen sind; Die Menschen lieben ihn! Ich hab ihn auch nur zwei mal gesehen, aber ich bin einfach begeistert! Nun ja, da war jedenfalls auch ein anderer, mit seinem Sohn. Dieser Mann gehörte anscheinend weder zu diesen 12 noch zu den Pharisäern. Die haben über Geister und so was geredet. Merkwürdig fand ich das schon, da diese Diskussion so wichtig war, dass so etwa 15 bis 20 andere Leute da standen und zuhörten. Ich war neugierig, also stellte ich mich dazu. Naja..., es war heiß und mir war von diesem „Geschwafel“ mittlerweile langweilig; ich wollte also gerade zur Arbeit gehen, da liefen plötzlich die Leute weg. Ich schaute mich um, sah nur einen Trubel von Menschen...um diesen einen Mann herum. Sie riefen alle: „Hallo Jesus!“ und wollten ihm die Hand reichen. Ich kannte den Mann gar nicht, also blieb ich an Ort und Stelle stehen und schaute diesem Szenario einfach zu. Wenige Momente später ging er an mir vorbei. Er wollte auf jeden Fall zu diesem Getümmel  mit den 12 Männern und den Pharisäern. Er kam an und fragte einen seiner Nachfolger, worüber sie reden. Ganz dreist fand ich das, als dieser andere einfach dazwischen gerufen hat. Seine Stimme war etwas schwammig, als würde er gleich weinen. Sein Sohn saß etwas abseits der Masse auf dem Boden und schrieb etwas in den Staub. Der kleine sah wie ein 13 jähriger aus. Jung, aber so kraftlos. Vor allem hatte er überall Schürfwunden an den Armen und Beinen. Eine Narbe über die ganze Stirn und auf seiner linken Wange hatte er einen großen wunden, leicht orangenen Fleck. Schien, wie eine Verbrennung. Solange, wie ich dem Jungen zusah, erzählte sein Vater diesem Jesus, dass er seinen Sohn extra wegen ihm hergebracht hatte. Ich hörte ihnen nur mit halbem Ohr zu, bis dann wieder das Wort „Geist“ gefallen war. Nun war meine Aufmerksamkeit wieder bei der Masse. Der Mann sagte, dass sein Sohn einen stummen Geist hat, und wenn dieser Geist ihn erwischt, übernimmt er völlige Kontrolle über den Kleinen. Man konnte sehen, dass kleine dunkle Flecken vor dem armen Vater auf dem Boden auftauchten. Er weinte. Er schaute die Jünger verzweifelt an und sagte dem Jesus, dass er schon seine Jünger bat seinen Sohn zu heilen und endlich diesen Geist auszutreiben. Die konnten dem Mann aber nicht weiterhelfen. Eigentlich musste ich ja zur Arbeit, aber ich dachte mir, dass ich morgen Überstunden machen werde. Bis hierhin war es ja interessant, aber danach nicht mehr. Das, was danach passierte, war außergewöhnlich, unbeschreiblich! Nicht mehr interessant.
Jesus schien etwas genervt davon, sagte, dass sie alle ungläubig wären und frage sich, wie lange er wohl noch mit diesen Menschen leben müsste. Anschließend bat er den Vater des Jungen, ihn herzurufen. Das ging schnell: „Simon, mein kleiner“, rief er ruhig, „komm mal her.“ Dann ging es los: Der Junge stand auf, verdrehte plötzlich die Augen, kollabierte und fiel wieder auf den Boden. Aus seinem Mund kam Schaum.

Sein Vater lief schnell zu ihm, kniete sich zu seinem Sohn und weinte verzweifelt. Jesus, ganz gelassen, fragte den Vater, wie lange der Simon schon darunter leidet. Der Vater antwortete leise: „Seitdem er ein Kind ist. Oft schmeißt dieser Geist ihn ins Wasser oder ins Feuer, er versucht ihn umzubringen.“ Der Mann schaute unter Tränen hoch zu Jesus und sagte: „Wenn du irgendetwas kannst, erbarme dich und hilf.“ Jesus schaute ihm in die Augen. Jesus, obwohl er eben etwas genervt war, schaute ihn auf seine wundervolle Art freundlich an. Jesus antwortete überzeugt: Du sagst: Wenn ich irgendetwas kann... Ich versichere dir: Alles, wirklich alles, ist möglich dem, der daran glaubt. Der Vater des Jungen hatte Tränen in den Augen. Er blickte hoch, diesmal aber nicht mehr verzweifelt, eher entschlossen, überzeugt. Seine Stimme klang lauter als vorher, ja er hat fast geschrien: „Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ Die Menschen um das Geschehen herum, also diese 12 Jünger, die anderen Zuschauer und ich waren still, gespannt auf das, was passiert. Die Pharisäer waren auch etwas baff. Sie tuschelten leise untereinander. Im Hintergrund wurde es lauter. Im Augenwinkel sah ich, wie andere Menschen rasch zum Geschehen näher kamen, während ich starr auf diesen Jesus guckte. Er schaute kurz nach oben, dann wieder in Richtung von Simon und sagte mit fester Stimme: „Du stummer und tauber Geist, fahre aus dem Jungen aus und komm nie wieder!“ Plötzlich wälzte sich der Junge. Er schäumte aus dem Mund und gab Laute von sich. Die Leute haben sich im Kreis um den Vater mit seinem Sohn gesammelt. Ich war zu weit hinten, dass ich etwas sehen konnte. Ich hörte einen Mann fragen, ob er tot sei. Dann quetschte mich nach ganz vorne. Ich stand direkt vor dem Simon. Sein Vater schaute mit aufgerissenen Augen auf seinen Sohn. Ja, es schien wirklich, dass Simon tot war, aber das durfte einfach nicht sein. Eben meinte Jesus doch, dass alles möglich ist, man muss nur glauben. Der Vater war doch auch überzeugt und Jesus war so autoritär, sogar den Geist zu bedrohen und jetzt ist Simon tot? Deshalb hatte Simons Vater die Augen so weit offen. Und deshalb schauten auch die Pharisäer Jesus mit aufgerissenen Augen an. Wer kann denn bitte einen Geist bedrohen?? Jesus blieb für einen Moment stehen, bückte sich dann aber und kniete sich direkt neben Simons Vater. Er schaute ihn wieder so freundlich an, so zuversichtlich. Man konnte sehen, wie sich wieder Tränen in den Augen des Vaters sammelten. Jesus nahm die Hand von Simon. Der Vater beugte sich über Simon und weinte verzweifelt auf seiner Schulter. Was der Vater nicht bemerkte, jeder andere aber sehen konnte: Simon machte die Augen auf und blickte die vielen erstaunten Gesichter über ihm an. Er sah mich und lächelte. „Jonathan“, Jesus sprach den Vater von Simon an, „Simon lebt!“ Er fühlte sich angesprochen, hob den Kopf, drehte sich langsam zu Jesus hin, während Simon sich aufrappelte und sich hinzusetzten versuchte. Jonathan sah Jesus kurz an, drehte sich dann wieder zu Simon, der sich mittlerweile schon hingesetzt hat. Simon fiel seinem Vater um den Hals. „Ich bin frei, Papa“, flüsterte Simon. Jesus stand wieder auf. Die Leute jubelten ihm zu.

Ich verstehe jetzt, warum die Menschen nur von ihm schwärmen...Nämlich wegen eines besonderen Grundes, etwas, was niemand sonst kann: Jesus macht unmögliches möglich. Erhat gesagt: Dem der glaubt, ist alles möglich.

Kommentare: 1 (Diskussion geschlossen)
  • #1

    Danke! (Freitag, 24 Februar 2012 10:54)

    Amen!