"Die Ernte ist groß..."

„Da sprach er zu seinen Jüngern: Die Ernte ist groß, aber wenige sind der Arbeiter.“

 

Das sind die Worte, die Jesus zu seinen Jüngern spricht, und die wir in Matthäus 9, 37 lesen können.

 

Wir erleben momentan die Erntezeit, oder besser gesagt, wie sich diese ihrem Ende zuneigt.

Die Blätter fallen und die Bäume werden allmählich wieder kahl. Das Vogelgezwitscher verstummt auch immer mehr, und es wird immer kälter. Das sind wahrscheinlich die Einrücke, die die meisten von uns im Herbst oder in der Erntezeit erleben.

Es ist schön, romantisch und idyllisch. Die wenigsten denken bei den Begriffen Erntezeit und Herbst sofort an Arbeit.

 

Das war damals allerdings anders. Da war die Ernte eine Riesenaktion, 

die das ganze Land in einen Ausnahmezustand versetzte, weil jeder arbeiten musste, um sich anschließend auf den Winter vorzubereiten.

Die Erntezeit wurde damals wahrscheinlich weniger mit schöner Natur und tollen Eindrücken als mit Arbeit verbunden.

Und das ist die Botschaft, die Jesus mit diesem Vergleich weitergeben möchte.

Es ist Zeit sich an die Arbeit zu machen.

Jesus bittet seinen Vater Gott sogar, noch mehr Arbeiter zu senden, da es mehr Arbeit als Arbeiter gibt.

Das lesen wir im 38. Vers: "Darum bittet den Herrn, dass er noch mehr Arbeiter aussendet, die seine Ernte einbringen!"

Jesus möchte uns mit dem Vergleich der Ernte also bewusst machen, dass vor uns ein Haufen an Arbeit steht.

 

Aber welche Arbeit meint er hier?

Die Absicht Jesu war sicher nicht, dass wir mehr Überstunden machen, damit sich unser Konto freut.

Schauen wir uns einmal die Situation an, in die hinein Jesus diesen „Arbeitsauftrag“ ausspricht.

 

 

 

Matthäus 9,35- 38:

„35 Danach zog Jesus durch die Städte und Dörfer. Er sprach in den Synagogen und verkündete überall im Land die rettende Botschaft von Gottes neuer Welt. Wohin er auch kam, heilte er alle Krankheiten und Leiden. 36 Als er die vielen Menschen sah, hatte er großes Mitleid mit ihnen. Sie waren hilflos und verängstigt wie eine Schafherde ohne Hirte. 37 Die Ernte ist groß, aber es gibt nur wenige Arbeiter", sagte Jesus zu seinen Jüngern. 38 "Darum bittet den Herrn, dass er noch mehr Arbeiter aussendet, die seine Ernte einbringen!"“ 

 

Jesus hat gerade viele Menschen gesund gemacht. Er hat Blinde sehend und taube hörend gemacht.

Und beeindruckt davon, wie viele Menschen Hilfe brauchten, stellt er fest, dass die Ernte groß ist, aber es viel zu wenig Arbeiter gibt.

 

Jesus hatte Mitleid mit den ganzen Menschen. Er stellt fest, dass sie hilflos und verängstigt sind. Wie „Schafe ohne Hirten“. Schafe sind schlichtweg dumm. Sie verlaufen sich, und verlieren direkt den Kontakt zur Gruppe. Alleine sind sie den größeren Tieren, den Wölfen oder Bären, völlig ausgesetzt.

Und so hilflos, wie die Schafe ohne Hirten sind, weil sie so gut wie verloren sind, so hilflos empfindet Jesus die große Masse, als er die Menschen heilt.

 

Sie sind völlig verstreut, und haben absolut keinen Halt.

Aber es gibt einen Ausweg aus dieser Situation. Einen, der heilen kann, der Halt bieten kann. Jesus Christus.

Und das ist der Auftrag an uns. Auf Jesus hinweisen.

Die Ernte ist groß, es gibt viele Menschen, die nur auf Hilfe warten, und nicht wissen wo sie diese bekommen.

 

So utopisch es auch klingen mag, aber es gibt keine Arbeitslosigkeit, wenn man sich Jesu Worte zu Herzen nimmt.

 

Gedanken von Gerrit Friesen


 

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Kommentare: 1
  • #1

    Jakob Friesen (Montag, 02 Januar 2012 10:55)

    Danke Gerrit, ich denke wir soolen auch diesen Vers und den Gedanken als Motto für dieses Jahr 2012 nehmen. In diese Richtung soll alles gehen angefangen von der Kinder Arbeit so auch die Jugend und die ganze Gemeindearbeit.
    Jakob